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Kinder als Lehrer des Lebens

Der Mai ist für mich ein Monat für meine Kinder, nicht nur weil sie viele freie Tage haben und die Pfingstferien bevorstehen, nein weil sie es wert sind, dass ich Ihnen viel Aufmerksamkeit gebe, denn sie wachsen so schnell.

In den vergangenen Wochen habe ich mich immer mehr dabei erwischt zu sagen, dass sie super anstrengend sind und ich war ziemlich genervt, wenn sie ganz normale Fragen gestellt haben. Und plötzlich muss ich als Mutter ein ganz hartes STOPP machen. Denn nicht meine Kinder sind nervig, sondern mein momentaner Stress und die wenige Aufmerksamtkeit, die ich in den letzten Wochen meinen Kindern gegenüber geben habe.

Diese wilden, kleinen, unzähmbaren Kinder, die einfach nicht still sitzen können und deren Fragen niemals enden, lehren mich jeden Tag aufs´s Neue. Heute dürfen Kinder nicht mehr wirklich Kinder sein, sie müssen schon mit 3 Jahren Anstand und Ordnung lernen, dass fängt schon im Kindergarten an, mit Hand geben und still sitzen bleiben.
Wir Erwachsene meinen, wir müssen über unsere Kinder bestimmen, was sie anziehen sollen, wie sie sich benehmen müssen, wenn man Essen geht. Und nur Richtlinien und Einschränkungen schon im kleinsten Alter.

Aber wenn wir unsere Kinder genau betrachten, sind sie uns um einiges vorraus. Sie leben im Hier und Jetzt. Sie wollen einfach nur akzeptiert und geliebt werden. Wenn wir Ihnen diese einfachen Sachen jeden Tag geben, dann wachsen unsere Kinder glücklich und weniger gestresst auf. Sicher gehören Grenzen dazu und eine bestimmte Konsequenz, aber wenn wir uns betrachten, geben wir viel zu viele Konsequenzen schon auf.

Wenn ich meine Kinder wirklich beobachte und dann sehe ich dass sie keine Ängste kennen, wenn wir Ihnen nicht andauernd einreden würden, was nicht alles passieren kann.

Wieder erkennen, was wirklich wichtig ist

So schenken mir meine Kinder eine der wertvollsten Erfahrungen – sie öffnen mein Herz, führen mir vor Augen, was wirklich wichtig ist. Zeit miteinander, sich selbst lieben und gemeinsam miteinander auf Abenteuerreise gehen. Gemeinsam beweinen wir den Verlust von Milchzähnen, lachen über lustige Spiele. Ich lerne wieder, dass man hinfallen und aufstehen kann, mit blutigen Knien und einem lachen im Gesicht; dass man trotzdem weiter rennt und sich nicht aus lauter Angst aus allen Spielen heraushält.

Es ist nicht kalkulierbar was kommt – das Leben wirft uns die Zutaten hin, und was wir daraus machen, kann gut oder schlecht sein; ein Grund zum Jammern oder Anlass zur Freude. Doch was genau es wird, liegt allein an uns, was wir daraus machen. Sie lehren mir im Hier und Jetzt zu leben und die Gedanken an die Sorgen von morgen, sind vertane Zeit.

Danke dass ich das Glück habe, zwei so tolle Kinder zu haben, die mir soviel fürs Leben lehren.