Stefanie Heckl

Deine Grenzen bestimmst du selbst

Hallo meine Lieben,

ich habe lange nichts von mir hören lassen. Lag daran, dass ich gerade für mich ein Experiment ausprobiere, dass mich zu einer Erkenntnis bringt, dass man heutzutage ganz klar an seine Grenzen kommt.

Als Autorin, Journalistin und Bloggerin arbeite ich hauptsächlich freiberuflich von daheim aus, was mir den Einblick in das Leben meiner Leser nur schwer macht, die meist Teilzeit- oder Vollzeit arbeiten müssen. Deshalb habe ich mich letztes Jahr dafür entschlossen, einmal wieder in das Angestelltenverhältnis einzutauchen. Damit ich mein Umfeld besser verstehen kann, um bessere Lösungsvorschläge für den Alltag empfehlen zu können.

Doch was mich da erwarteet, muss ich sagen, Hut ab, für alle berufstätigen Mütter, die ihren Lebensunterhalt selber bestreiten müssen. Es ist einfach zu sagen, und meist hört man es von den Männern: “du bist ja nur zuhause und hast ja nur einen Halbtagsjob”. Aber genau dieses kleine Wort mit 3 Buchstaben “nur”, hat soviel Auswirkung und soviele Hürden im Alltag, die kaum jemand sieht, der nicht mitten drin steckt.

Und das probierte ich aus…

Angepackt an meinem eigenem Ego, möchte ich mir selbst etwas beweisen, denn ich, wie auch die meisten anderen Frauen sind oder waren gestrebt von Erfolg im Leben. Als Mutter zweier Kinder, fängt mein Alltag meist um 6 Uhr morgens an. Kinder fertig machen, wegbringen, Hund spazieren gehen, zwischendurch schnell einen Kaffee to go trinken. Während ich die Betten ausschüttel und die Couch noch von den gestrigen Salzstangen befreie, überleg ich mir was ich für das Mittagessen auftauen könnte, was schnell geht. Makeup ins Gesicht, um meine kleinen Fältchen zu verbergen, High Heels an und ab in die Arbeit, damit ich pünktlich erscheine. Im Gegensatz zu meinem Mann, der sich um 6:30 Uhr anzieht und ins Auto steigt, erledige ich schon bedeutsam mehr in dieser Zeit.

In der Arbeit angekommen, will man ein Gutes Bild vermitteln, denn das ist heutzutage die Hauptpriorität um einen guten Job zu bekommen. Dort wartet meist ein Vorgesetzter mit tausend Aufgaben, die am liebsten gestern schon erledigt werden sollten. Puh und das nennen, die meisten mal einen guten Start in den Tag…

Und so stürze ich mich in den Mount Everst von Akten und Lagerarbeiten. Da ich leider keine Raucherin bin, hab ich mir hin und wieder schon mal überlegt anzufangen, um mal kurz einen an der frischen Luft “Durchzuziehen”.

Nach der Arbeit wünschen mir alle einen erholsamen Feierabend. Davon kann ICH nicht reden, denn jetzt heißt es Kinder abholen, Hund spazieren gehen, ein schnelles Abendessen, Kinder baden, was nicht immer ohne Diskussionen abläuft, Bett bringen und noch Rituale durchführen, die jeder Kinderpsychologe empfiehlt. Meine Freundinnen fragen oft, ob ich die Sendung um 20.15 Uhr angesehen habe, jedoch muss ich zugeben, dass ich es kaum noch bis 20.15 Uhr schaffe wach zu bleiben. So sehr nimmt mich ein gewöhnlicher Alltag her.

Nach einigen Wochen merke ich eindeutig meine Grenzen und stelle mir wirklich die Frage, wo soll das in Zukunft hingehen?? Ich glaube das fast jede Mutter diese paar Zeilen versteht und mitfühlen kann und deshalb möchte ich mich dafür einsetzen – eine gute Lösung zu finden, wie wir besser mit unserem kurzen Leben haushalten können, um es wertvoller zu machen.

Ich bin nach diesem Experiment wirklich froh, dass ich meinen Lebensunterhalt selbst bestimmen kann und von keinem Angestelltenverhältnis abhängig bin. Somit fühle ich mich freier und deshalb biete ich jeden an, der mehr von seinem Leben haben möchte, ein Coaching um selbst sein Leben in die Hand zu nehmen.

Jeder hat Grenzen, und jeder bestimmt, wie weit andere an diese Grenzen treten dürfen. Beachte aber, wenn du an deine Grenzen angelangt bist, solltest du was ändern.

 

 

 

 

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