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Zwiespältig – Hund aus Tierschutz

Wie ihr vielleicht schon gesehen habt, haben wir gerade einen Hund! Ihr Name ist “Sami” und sie war ein Straßenhund aus Kroatien, die mit ihren Jungen von Tierschützern aufgenommen wurde. Mein Bruder hat sich zum richtigen Zeitpunkt diesen Hund angenommen, denn kurz nach ihrer Kastration, erlitt die Arme eine Entzündung an ihrer Narbe, die er liebevoll pflegte. (Eine Geschichte, die ich zugut vor 3 Jahren bei der Geburt meines Sohnes erlebt habe, die mich bis heute noch sehr bewegt).

Und das sollte wohl der Anfang einer großartigen Geschichte werden…

Ihr schwerer Leidensweg mit hohem Fieber, Schmerzen und immer wieder Aufenthalte in der Tierklinik erinnerte mich so sehr an meine Geschichte, dass mir dieser Hund so ans Herz gewachsen ist.

Obwohl ich sehr eingespannt bin mit meinen 2 kleinen Kindern, einem Mann und meiner Liebe zu TrendCouture, ist mir wohl unbewusst dieser Hund ins Leben gerutscht.

Ihre Stärke, Gutmütigkeit und Ihre Erlebnisse, die sie wohl in ihren ersten Jahren erlebt hatte, zeichnet mein Leben wieder. Eine Zeit, die vielleicht nicht immer toll war, aber diesen Hund so geprägt hat, dass sie so ist, wie sie jetzt ist. Einfach nur lieb! Abends wenn ich meine Kinder ins Bett lege, und sie früher oft Angst hatten, dann bleibt sie solange bei Ihnen im Zimmer, bis beide eingeschlafen sind. Sie zeichnet eine Ruhe in unsere Familie, die wir zuvor immer ersehnt hatten. Schon nach den ersten Tagen, begleitete sie mich abends ins Bett und bleibt bis in die Morgenstunden an meiner Seite. Das ich bei meinem Mann bis heute noch nicht geschafft habe! (Gell, Schatzi)

Meine Kleine kann unbesorgt mit dem Hund an der Leine laufen, denn ziehen mag sie überhaupt nicht. Schritt für Schritt an unsere Seite begleitet sie uns auf all unseren Wegen. Sowas kennt man von einem Straßenhund gar nicht.

Und doch habe ich ein schlechtes Gewissen

In Österreich ist es nicht überall erlaubt, die Hunde von der Leine zu lassen und das schränkt einen Straßenhund ganz schön ein. Immer konnte sie ihren eigenen Weg gehen, selbst entscheiden wann, wie und wohin sie gehen konnte. Frei zu sein! Das kannte sie von Welpe auf. Und nun…. nun muss sie gehen, wann wir mit ihr gehen, an einer langen Leine mit beschränkter Länge. Laufen? Traut sie sich kaum, denn irgendwann kommt dieser Ruck am Hals, weil die Distanz aus ist. Ist das ein Leben? Ich merke dass es ihr dabei nicht gut geht, sie vermisst ihre Freiheit, über die Wiesen springen zu können und sich ausgelassen in stickenden Pfützen zu welzen.

Ist das ein Hunde-Leben???

Deshalb entschuldige ich mich an den Vaterstaat, dass ich mich nicht immer an seine Regeln halte und den Hund auchmal laufen lasse.

Ich freue mich auf diese einzigartige Geschichte zwischen Hund und Mensch, deren einschneitende Erlebnisse sehr gleich waren.

Wer Interesse hat auch einen Streuner bei sich aufzunehmen, kann ich nur die N&N Helping Dogs empfehlen. Wunderbare Leute, mit einem wunderbaren Einsatz für Tiere!

 

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